Kirchenraum mit Altar und historischen Ausstattungsstücken

Denk-mal-Labor

Astrid Mendes

„Kultur ist nichts Sichtbares, sondern das unsichtbare Band, das die Dinge zusammenhält.“ (Joseph Jouber, 1754–1824)

Über mich

Mein Name ist Astrid Mendes und meine Begeisterung für Kunstgeschichte und Bauforschung prägt mein gesamtes Wirken. Es sind die Geschichten hinter den Werken und Denkmälern, die mich faszinieren – und die ich mit Leidenschaft mit meinem Publikum teile. In meinen Vorträgen gelingt es mir immer wieder, Zuhörer für die verborgenen Schichten und Geheimnisse hinter historischen Bauwerken zu begeistern.

Im Bereich der Künstlerbiografien widmete ich mich besonders intensiv dem Leben und Schaffen von Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610). Um die Gemälde von Caravaggio zu verstehen, muss man die Zeit des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts im Rom der Gegenreformation erforschen.

Astrid Mendes
Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio

Ich befasste mich mit dem politischen und soziologischen Kontext, in dem die Leinwandgemälde von Caravaggio entstanden sind. Nur durch die Kenntnis dieser Hintergründe lassen sich die Themenwahl und die revolutionäre Bildsprache Caravaggios nachvollziehen.

Ebenso spannend ist für mich die Erforschung von Bauwerken und Kunstausstattungen. Bei meinen Recherchen in kirchlichen Archiven konnte ich für die Kirche von Veitsbronn belegen, dass der bedeutende mittelalterliche Marienaltar, der Michael Wolgemut zugeschrieben ist, 1940 während der Kriegszeiten in zwei Kisten verpackt und mit der Bahn zum Landesamt für Denkmalpflege zur Bestandsaufnahme nach München transportiert wurde. Diese Maßnahme unterstreicht die große Bedeutung der Altäre für die Region und zeigt, wie wertvoll sie als Kulturgut eingeschätzt wurden.